Schulweg möglichst ohne Kickboard

Schmale Räder begünstigen Stürze – Salto über den Lenker

Frankfurt, im Mai 2009 Bericht entnommen aus der Zeitschrift pluspunkt 4/2009 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Kinder lieben Kickboards. Schon Grundschüler sausen auf den schnittigen, silbernen Flitzern zur Schule. Das sei viel zu früh, warnen die Sicherheitsexperten der Unfallkasse Hessen. Nach Erkenntnissen der Unfallkasse verunglücken Kinder im Alter zwischen neun und 13 Jahren besonders häufig mit dem Kickboard.

Schwere Verletzungen wie Becken- und Unterarmbrüche, Brüche im Schultergelenk oder ausgeschlagene Zähne sind oft die Folge. Eine Schutzausrüstung wie die von Inline-Skatern (Helm, Protektoren für Ellbogen, Knie und Handgelenke) nützt Kickboard-Fahrern nur wenig, weil Schultern und Becken nicht gesichert sind.
Die Unfallkasse appelliert deshalb an Eltern, ihre Kinder auf diesen Geräten nicht zur Schule fahren zu lassen. Alternativen zum Kickboard sind das verkehrssichere Fahrrad oder Roller mit Ballonreifen.

Mit dem Fahrrad sicherer unterwegs
Kinder sind mit ihrem Kickboard oft so schnell wie ihre Altersgenossen auf dem Fahrrad. Dank der breiten Reifen aber federt das Rad kleine Unebenheiten auf dem Gehweg ab. Es fährt über Rillen zwischen Gehwegplatten und kleine Zweige einfach hinweg – keine Gefahr für den Fahrer. Anders beim Kickboard: Steckt das Vorderrad plötzlich bei voller Fahrt in einer Rille fest, bremst der Roller abrupt. "Trägheitskräfte führen dann dazu, dass das Hinterrad vom Boden abhebt", erläutert Bernd Fuhrländer, Geschäftsführer der Unfallkasse.

 Der Roller ist nicht mehr kontrollierbar. Er dreht sich ruckartig um die Achse des Vorderrads oder seitlich um den Lenker. Das Kind stürzt entweder mit einem Salto über den Lenker nach vorn oder zur Seite auf den Boden.

 

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